Kreatin im menschlichen Körper

Kreatin ist eine körpereigene Substanz, welche in jeder menschlichen Zelle vorkommt und die Funktion eines Energiespeichers übernimmt. Nur mithilfe von Kreatin kann körperliche und geistige Leistung erbracht werden.

Im Körper wird Kreatin aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin vor allem in Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse gebildet und gelangt von dort aus über den Blutkreislauf in alle Körperzellen. Da Kreatin an allen Prozessen, die Energie benötigen, beteiligt ist, enthalten Muskel-, Gehirn- und Nervenzellen entsprechend viel davon.

Der Kreatinspeicher eines 70 kg schweren Menschen beträgt ungefähr 120 g. Der überwiegende Teil des Kreatins (ca. 95 %) ist in der Skelettmuskulatur gespeichert, Kreatin ist vor allem bei der Kontraktion des Muskels von Bedeutung. Die Aufnahme aus dem Blut in die Muskelzelle erfolgt über einen natriumabhängigen Kreatintransporter in der Zellmembran.

Etwa 60 - 70 % des Gesamtkreatins im Muskel wird in Form des energiereichen Moleküls Phosphokreatin gespeichert. Die verbleibenden 30 - 40 % liegen in freier Form vor. Phosphokreatin stellt neben Adenosintriphosphat (ATP) die wichtigste Energiequelle des Körpers dar.

Als energieliefernde Substanz können alle Zellen des Körpers nur Adenosintriphosphat (ATP) verwenden. Da die ATP-Speicher im Körper begrenzt sind, muss ATP über den Stoffwechsel laufend nachgebildet werden. ATP wird langfristig aus den Energielieferanten Fett und Kohlenhydraten gewonnen.

Verbraucht die Zelle Energie, wird „energiereiches“ ATP zu „energiearmem“ Adenosindiphosphat (ADP) umgewandelt. Vergleichbar mit einem Akku lädt Kreatin (Phosphokreatin) energiearmes ADP wieder zu energiereichem ATP auf, bis ATP aus der Umwandlung von Fett und Kohlenhydraten verfügbar ist.

In Muskeln ist 3 - 4 - mal mehr Phosphokreatin als ATP enthalten und dient somit als kurzzeitiger Energiespeicher, gerade dann, wenn der ATP-Verbrauch höher ist als die ATP-Synthese aus Kohlenhydraten und Fett. Der Phosphokreatingehalt und die Regeneration des ATPs sind entscheidende Faktoren bei hoch intensiven, sich wiederholenden Belastungsformen. Eine Erhöhung des Gehalts an Kreatin und Phosphokreatin beschleunigt die Regeneration von ATP, was direkt zur Freisetzung und Bereitstellung von noch mehr Energie führt. 

Eine Kreatineinnahme erhöht den Kreatingehalt in den Muskeln

Oral zugeführtes Kreatin wird über den Darm aufgenommen und gelangt anschließend in den Blutkreislauf. Geringe Gaben von Kreatin führen nach weniger als 2 Stunden zu einer maximalen Konzentration im Blutplasma.

Für den Kreatingehalt im Muskel scheint es einen oberen Grenzwert zu geben, der nicht weiter überschritten werden kann (~ 160 mmol pro kg Muskel-Trockenmasse). Die anhaltende Einnahme großer Mengen Kreatin erhöht den Kreatingehalt im Muskel nicht weiter und ist daher auch nicht zu empfehlen. 

Grafik 1: Körpereigene Kreatinsynthese und Kreatinstoffwechsel.

Grafik 2: Kreatin ist bei der Regeneration der körpereigenen Energiequelle ATP beteiligt.

Grafik 3: Bioverfügbarkeit von Creapure®

Eine einmalige Gabe von Creapure® (5 g gelöst in 450 ml Wasser) führt zu einem deutlich erhöhten Kreatingehalt im Blutplasma. Der Kreatininspiegel erhöht sich nicht.